rotes Bändchen

 

Die nächste Wissenschaftliche Tagung der IEWG
in Mülheim Juni 2019

Herzlich eingeladen wird schon jetzt zur nächsten, der 15. Wissenschaftlichen Tagung der IEWG e.V. im nächsten Jahr in Mülheim/ Ruhr vom Freitag 14. bis Sonntag 16. Juni 2019. Wir bemühen uns um interessante Vorträge und Arbeitsgruppen und um kompetente Referenten. Das Programm werden wir im Ernst-Wiechert-Brief Frühjahr 2019 veröffentlichen. Anmeldungen mit Zimmerreservierung bei Klaus und Gerlind Weigelt, Albertstraße 11, 93047 Regensburg,
klaus-w-weigelt@t-online.de.

Im Dezember 2018 erschien als Sonderausgabe des Periodikums  MITTEILUNGER DER IEWG  das Heft Nr 17 mit dem Titel:   "Literarische Begegnung mit Ernst Wiechert".
Es ist ein 48 Seiten starkes Heft mit
Leseproben aus 18 Werken von Ernst Wiechert
.

Es soll zum Lesen von Wiecherts Werken anregen und das erzählerische Können und die dichterischen Fähigkeiten Wiecherts zeigen.
Wiechert vermag Bilder und Szenen dichtester Art im Leser entstehen zu lassen. Das Heft bietet gut ausgewählte Kostproben davon.
Es ist in der Geschäftsstelle der IEWG Weißenmoorstraße 20 a - 26345 Bockhorn für € 3.50 plus Porto erhältlich


Der 6. Band der Schriftenreihe der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft ist soeben im Quintus Verlag in Berlin erschienen.
Er trägt der Titel: "Schriftsteller in Exil und Innerer Emigration. Literarische Widerstandspotentiale und Wirkungschancen ihrer Werke"
 und ist herausgegeben von Marcin Golaszewski, Leonore Krenzlin und Anna Wilk. Der Band mit 383 Seiten und schön gebunden mit festem Einband kostet im Buchhandel € 24,00. Mitglieder der IEWG können den Band kostenfrei in der Geschäftstelle bei Dr. J. Hensel bestellen.
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Der Band enthält unter vielem Anderen 3 wichtige Aufsätze zu Ernst Wiechert (S.79-119) von Bärbel Beutner, Leonore Krenzlin und Wladimir Gilmanov.
Diese wichtige Neuerscheinung wird ausführlich im nächsten Ernst-Wiechert-Brief Nr 32 vorgestellt, vermutlich im März 2019.

Schriftsteller in Exil und innerer Emigration

Pressebericht über die Zwiefalten-Tagung
vom 16. - 19. September 2016

Jünger Museum Zwiefalten

Geschichtsverein kooperiert mit Wiechert-Gesellschaft

Hedwig Butz-Metzger-Stiftung wird aufgewertet

Zwiefalten
Beim Treffen der Vertreter der Ernst-Wiechert-Gesellschaft mit dem Geschichtsverein Zwiefalten von links: Klaus Weigelt (stv. Vorsitzender der IEWG), Jürgen Hamann, (stv Vorsitzender Geschichtsverein Zwiefalten), Dr.Bärbel Beutner, Unna, (Vorsitzende der IEWG), Dr. Joachim Hensel
(stv. Vorsitzender der IEWG), Hubertus-Jörg Riedlinger,
(stv Vorsitzender Geschichtsverein Zwiefalten)

(Heinz Thumm)


Zwiefalten sz Die Förderung von Kunst und Literatur waren besondere Herzensanliegen der vor zwei Jahren verstorbenen Zwiefalterin Hedwig Butz-Metzger, die sie in ihrem Testament als Ziel ihrer Stiftung verankerte. Dies veranlasste den Geschichtsverein in Zwiefalten als
Verwalter der Hedwig Butz-Metzger-Stiftung zu großen Anstrengungen: Unzählige Stunden wurden von Mitgliedern des GV aufgewendet, um das Gebäude Gauberg 23 für die zukünftige Nutzung im Sinne der Erblasserin als Literatur- und Kunsthaus herzurichten.

So wurden zahlreiche Bücher und Schriften zu Kunst- und Architektur, ebenso wie Werke deutscher Dichter und Schriftsteller in den Regalwänden der „Lesestuben“ liebevoll einsortiert. Eine Besonderheit ist die Abteilung mit geschichtlichen und landeskundliche Büchern über die ehemaligen deutschen Ostgebiete Pommern, West- und Ostpreußen, Schlesien, sowie die Werke der kulturlandschaftlich verbundenen Dichter wie Eichendorff,
Hauptmann, Stehr. Diese stammen größtenteils aus der dem Geschichtsverein überlassenen Sammlung von Albrecht Baehr, dem viele Jahre in Buttenhausen lebenden Rundfunkredakteur.

Mit der Internationalen Ernst Wiechert-Gesellschaft war Hedwig Butz sehr verbunden. Sie war Mitglied der Gesellschaft. Dies führte nun dazu, dass in ihrem Haus am Gauberg ein Archiv mit originalen schriftlichen Briefen und Werkentwürfen aus den Nachlässen des
Dichters und eines verstorbenen Vorsitzenden der Gesellschaft eingerichtet wird. Zudem besteht inzwischen eine vollständige Bibliothek aller Werke von Ernst Wiechert und der Schriften der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft.

Eine 17-köpfige Delegation der Gesellschaft war vom Mitte September in Zwiefalten, um eine erste Vereinbarung mit dem Geschichtsverein als Stiftungsverwalter abzuschließen. Bereits in den nächsten Monaten werden Mitglieder der Gesellschaft in dem neuen Ernst Wiechert-Archiv literaturwissenschaftliche Forschungen betreiben. Die Gäste waren von Zwiefalten und der Landschaft zwischen Alb und Oberschwaben sehr angetan. Die ihren Aufenthalt begleitenden Ausfahrten auf der Alb mit Besuchen des Neske-Museums in
Pfullingen sowie des Ernst-Jünger-Hauses in Wilflingen und des Marbacher Gestüts beeindruckten sie in hohem Maße.

Die Geschäftstelle des Geschichtsvereins wurde mittlerweile ebenfalls im Gebäude Gauberg 23 eingerichtet. Sie beherbergt unter anderem eine umfangreiche Bibliothek zur Landes- und Ortsgeschichte. Im Hause werden zudem Ausstellungen, insbesondere mit Werken des
Ehegatten der Stifterin, Karl Butz, sowie den Keramiken von Max Laeuger stattfinden.

Aktuelles der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft (IEWG):

 

Zwischen Innerer Emigration und Exil

Band 5 der Schriften der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft ist im Januar 2016 im Verlag de Gruyter in Berlin erschienen !
Herausgegeben von Marcin Gołaszewski, Magdalena Kardach und Leonore Krenzlin. 

 

Zwischen Innerer Emigration und Exil  - Deutschsprachige Schriftsteller
1933-1945

 

Der Verlag bewirbt das Buch wie folgt:  

Der Band sucht die bisher traditionell getrennten Forschungsgebiete ‚Exilliteratur‘ und ‚Innere Emigration‘ einander anzunähern und die verschiedenen Erfahrungsfelder der vertriebenen und der in Deutschland gebliebenen Schriftsteller aufeinander zu beziehen. Erörtert wird das Widerstandspotential der deutschsprachigen Literatur innerhalb und außerhalb des Deutschen Reiches und die Aussagekraft der Bezeichnungen ‚innere‘ und ‚äußere‘ Emigration.

 

Zum Inhalt lesen wir in der Einleitung:

 Im Reich und außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches haben Schriftsteller Stellung gegenüber der faschistischen Diktatur in Deutsch­land bezogen und sich bemüht, mit ihren Werken der menschenverach­tenden und rassistischen Propaganda und Weltanschauung des national­sozialistischen Regimes entgegenzuwirken. Die das Land verlassen hatten, nannten sich Emigranten – und das Wort hatte einen kämpferischen Klang. Es war aufgeladen mit Schmerz und Zorn über die Vorgänge in Deutschland und war Ausdruck des Protestes gegen sie . . .

 Die Emigranten sprachen meist distanziert vom ,Reich‘, wenn sie nicht Deutschland als Heimat meinten, sondern den Staat, den sie unfreiwillig verlassen hatten und dessen offizielle Benennung ‚Deutsches Reich' lautete. Und sie übertrugen den Ausdruck ,Emigrant` auf jene Hitlergegner, die im Reich geblieben waren und dort im Untergrund versuchten, mit ihren Taten oder ihren Texten Widerstand zu leisten oder sich zumindest in Abwartestellung zu halten, um im günstigen Moment aktiv zu werden: Sie bezeichneten diese als ,Innere Emigranten' und betonten so die Verbun­denheit der beiden Gruppen . . .

 Der vorliegende Band versteht sich als ein Schritt hin zur Versachlichung der Diskussion, doch spiegelt er durchaus die derzeit gegebene Verschiedenheit und Widersprüchlichkeit der Positionen und Methoden wider. Er ist das Erträgnis einer Konferenz, die vom 26. bis 28. September 2014 von der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań veranstaltet wurde – unter Beteiligung der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft und finanziell unterstützt vom Polnischen Nationalen Forschungszentrum (NCN) . . .

 Die Veranstalter wollten den Versuch wagen, die verschiedenen Erfahrungsfelder der vertriebenen und der daheimgebliebenen Schriftsteller sowie die daraus resultierenden unterschiedlichen Sichten auf Deutschland nicht gegeneinander auszuspielen, sondern aufeinander zu beziehen. Nicht so sehr die bekannteren Autoren und Werke der Inneren Emigration standen im Vordergrund, die schon mehrfach untersucht wurden, sondern gerade die seltener diskutierten Namen und Buchtitel . . .

(Auszug aus der Einleitung des Bandes)

 

 Die Autoren und ihre Beiträge im Einzelnen:             

Einführung in das Thema : Im Reich und außerhalb.  Deutschsprachige Schriftsteller in der Inneren
Emigration und im Exil 1933-1945

I. Innere Emigration – historische und theoretische Überlegungen

Leonore Krenzlin : Emigranten im eigenen Land? Zum Umgang mit dem Ausdruck Innere Emigration'

Erwin Rotermund : Formen und Rezeptionsprobleme der „Verdeckten Schreibweise" im „Dritten Reich" (1933-1945)

Joachim Kuropka : Warum störten die Dichter das NS-Regime

 

 II Innere Emigration –Schriftsteller in Deutschland

Jörg Thunecke : ,Die Jahre des Unheils': Der innere Emigrant Oskar Loerke in seinen Tagebüchern und nachgelassenen Gedichten           

Wolfgang Brylla : Zwischen Widerstand, Aporie und Servilität: Zu textinternen Ambivalenzen in Stefan Andres' Novelle Wir sind Utopia        

Klaus Weigelt : Max Picard und Ernst Wiechert: Zeitdiagnose als Interpretation des Menschengesichts

Wladimir Gilmanov:  Johannes Bobrowskis „Burg der Innerlichkeit" oder die Anthropologie der Schuld

Czesław Karolak : Innere Emigration im Spannungsfeld disjunktiver Leseerwartungen: Der lange Schatten der (Selbst-)Zensur im Dritten Reich

Hub Nijssen : Die ‚Junge Generation' (1900-1915) und die ,Innere Emigration': Eine kleine Metastudie zu einem blinden Fleck der Literaturgeschichtsschreibung

 

III. Eine besondere Lage –‚Innere Emigranten' in Österreich

Aneta Jachimowicz : Kontroverse um die Innere Emigration in Österreich: Erika Mitterer als Fallbeispiel

Armin Weber : Heimito von Doderer und die Grenzen der literarischen Gestaltungsmöglichkeiten : Zur Bedeutung einiger ästhetischer Reflexionen Doderers für die Literatur der Inneren Emigration

Desiree Hebenstreit : Innere Emigration in Österreich : Auswirkungen auf die Literatur der Nachkriegszeit

Teresa Kovacs : „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus": AußenseiterInnentum und Innere Emigration bei Elfriede Jelinek und Thomas Bernhard

IV. Jenseits der Grenzen – und nach Kriegsende

Christiane Weber : Blicke von außen: Bruno Heilig und seine Sicht auf (das nationalsozialistische) Deutschland

Sanna Schulte : Bleiben oder Gehen? Die Situation zwischen der Inneren Emigration und Exil in der Biographie und den literarischen Arbeiten Irmgard Keuns

Marcin Gołaszewski : „Man muß schreiben, gerade dann, wenn man nicht mehr glaubt, durch das gedruckte Wort etwas bessern zu können.": Die Feuilletons Joseph Roths im Exil

Anna Zaorska : Zum Aktualisierungspotenzial des mythischen Stoffes: Mythos-Bearbeitungen bei Bertolt Brecht

Anna Szyndler : Der verhinderte gesellschaftliche Dialog im totalitären Staat : Literatur der Inneren Emigration im „Dritten Reich" und die unabhängige Literatur in der Sowjetunion.

Helmut Peitsch : Georg Lukács über Literatur in und außerhalb Nazideutschlands

Ulrike Böhmel Fichera : „Man hat Grund, sehr bescheiden zu sein.": Schuldbewusstsein in den Texten der ,inneren Emigranten' nach 1945

Autorenverzeichnis

 

         Verlag Walter de Gruyter Berlin / Boston 2016
ISBN 978-3-11-045278-5    338 Seiten   
Ladenpreis  € 89.50

Für Mitglieder der Internationalen Ernst -Wiechert - Gesellschaft    Sonderpreis

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