Der Dichter Ernst Wiechert
18.05.1887 - 24.08.1950
..... war einer der meistgelesenen Autoren und zählt zu den Klassikern der deutschen Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den Jahren ihrer Erstveröffentlichung wurden einige seiner Bücher zu „Bestsellern“.
Seine Dichtungen, die auch zur Schullektüre gehörten, spielten im kulturellen Leben Deutschlands eine bedeutende Rolle und wurden infolge von Übersetzungen in zahlreiche Sprachen nicht nur im deutschen Sprachraum gelesen.
Auch heute noch vermögen Ernst Wiecherts Bücher Brücken zu bauen zwischen den Völkern und Kulturen und können der Verständigung mit Menschen in Polen und Russland dienen, wo die Erinnerung an wesentliche frühe Lebensstationen des Dichters gepflegt wird.
Klaus Weigelt
Über die Internationale Ernst-Wiechert-Gesellschaft (IEWG) e.V. :
Die Gesellschaft widmet sich dem literarischen Erbe des Dichters Ernst Wiehert (1887-1950). Auf Tagungen werden Ergebnisse erarbeitet, die die Gesellschaft als Buch in einer eigenen "Schriftenreihe der IEWG" veröffentlicht. Bisher sind davon 7 Bände erschienen (siehe Veröffentlichungen). Ein 8. Band wird zur Zeit vorbereitet. Er soll zum 75. Todestag Ernst Wiecherts 2025 erscheinen.
Daneben erscheint als regelmäßige Publikation, meist alle zwei Jahre zum Jahresende, das Heft MITTEILUNGEN der IEWG und 3 x jährlich (Frühjahr, Sommer, Winter) ein Ernst-Wiechert-Brief. In dem Jahr, in dem ein Heft der MITTEILUNGEN herauskommt, erscheint im Winter kein Ernst-Wiechert-Brief.
In Zwiefalten im Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg) wird seit 2017 ein Ernst-Wiechert Archiv aufgebaut, das wissenschaftliches Arbeiten ermöglicht.
Ernst Wiecherts Bücher vermögen heute noch Brücken zwischen Menschen zu bauen, auch zwischen Völkern und Kulturen. Sie dienen so auch der Verständigung mit Menschen in Polen und in Russland. Dort, an ehemaligen Lebensorten Wiecherts, werden durch die IEWG Übersetzungen seiner Werke in die Landessprachen gefördert.
Die Gesellschaft hat über 160 Mitglieder in 13 Ländern, regionale Gruppen in Polen (Piecki) und in der Russischen Föderation, Oblast Kaliningrad und "Stützpunkte" genannte Orte in Deutschland und im umliegenden Ausland an denen Ernst Wiecherts Werke erinnert werden.
Die IEWG ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. (ALG).
Anfragen und Bemerkungen über die e-Mail Adresse:
geschaeftsfuehrung (at) ernst-wiechert-international.de
oder
Liebe Besucher!
Herzlich willkommen auf unserer Internetseite. Wir freuen uns über Ihr Interesse.
Unsere Homepage ist zwar derzeit noch im Neuaufbau begriffen, aber viele Einzelheiten zur IEWG sind bereits enthalten.
Mit Nachdruck arbeiten wir an der weiteren Optimierung der Seiten. Für Anregungen sind wir stets dankbar!
Aktuelles - Termine
Zum 75. Todestag von Ernst Wiechert reisen wir nach Stäfa am Zürichsee / Schweiz
wann? Sonnabend 30. August 2025, 14.00 bis 16.30 Uhr
was? Lesung, Podiumsdiskussion, Apero
wo? Reformierte Kirche Stäfa (Eintritt frei)
Am 24. August 1950 starb Ernst Wiechert in Uerikon, beigesetzt in einem Ehrengrab auf dem Stäfner Friedhof. Vor dem zweiten Weltkrieg gehörte er zu den populärsten Schriftstellern Deutschlands.
Zum 75. Todestag findet am Samstag 30. August in Stäfa eine Gedenkveranstaltung der Lesegesellschaft Stäfa und des Museums zur Farb statt, in Zusammenarbeit mit der internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft.
Im Zentrum steht die Rede, die Wiechert 1947 anlässlich der Goethefeier in der reformierten Kirche Stäfa hielt. Unter dem Titel „Das zerstörte Menschengesicht“ klagte er die Kulturschande Deutschlands im Kontrast zwischen dem großen Goethe und dem barbarischen Nazi-Terror an. Wiechert selbst war in ein KZ gesperrt worden, dann aber freigelassen und unter Hausarrest gestellt.
Wiecherts „Brandrede“ wird nun am authentischen Ort im Originaltext vorgetragen.
Im Anschluss soll eine Podiumsdiskussion mit Fachpersonen aus Literatur, Geschichte und Politik aufzeigen, wie aktuell Wiecherts Anklage ist und wie sehr Menschen in einem autoritären, diktatorisch geführten Überwachungsstaat leiden. Die heutige weltpolitische Lage und vor allem der von Russland gegen die Ukraine angezettelte Krieg führen vor Augen, wie rasch sich Geschichte wiederholen kann.
Seien Sie in Stäfa sehr herzlich willkommen!
Präsidentin Romy Arnold
Lesegesellschaft Stäfa / Schweiz
Michael Friese, Erfurt / D
Internationale Ernst- Wiechert- Gesellschaft
Für die Buchung von Übernachtungen bitten wir darum, sich selbständig über die Hotels und Pensionen in der Region Zürichsee zu informieren.
Für die Anmeldung, Auskunft und Hilfe bei einer gegebenenfalls notwendigen Zwischenübernachtung in Zwiefalten oder Bildung von Fahrgemeinschaften bitten wir Kontakt aufzunehmen mit Hubertus- Jörg Riedlinger, IEWG, 88529 Zwiefalten, Kirchenweg 9
07373-2242, riedlinger-zw@t-online.de
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ABLAUF DES TREFFENS VOM 29.-31.8.2025
Freitag, 29.8.25
• Uhrzeit (noch offen): Begrüßung und Kennenlern-Abendessen
Sonnabend, 30.8.25
• Uhrzeit (noch offen): Besuch des Wohnhauses von Ernst Wiechert
• Uhrzeit (noch offen): Besuch des Grabes von Ernst Wiechert (neben der Kirche)
• 14-17 Uhr: „Festakt“ in der Kirche mit Verlesen der Rede «Das zerstörte Menschengesicht» und Podiumsdiskussion (14-17 Uhr)
• anschließend: Sylvia Seemann (Tochter von Blanche Gaudenz) zeigt Briefe, Fotos und teilt Erinnerungen aus der Familie während des Aufenthalts von Wiechert in Stäfa (Ort: entw. im Ortsmuseum / 5 Fußminuten von der Kirche entfernt oder im Forum Kirchbühl / neben der Kirche).
• 19 Uhr: Gemeinsames Abendessen in der Alten Krone Stäfa (wo Goethe 1797 wohnte)
Sonntag; 31. August
• 10-12 Uhr: Dorfrundgang zu den historischen Stationen des Aufstands von Stäfa gegen die Stadt Zürich 1794/95 („Urknall“ der modernen Demokratie in der Schweiz).
• anschließend Verabschiedung
Besondere Hinweise zum Wiechert-Gedenkjahr 2025
Einen bemerkenswerten Artikel von Dr. Ulrich Gut aus Küsnacht zum Gedenkjahr können Sie hier aufrufen - Artikel Dr. Gut
Bitte beachten Sie die im Artikel von Dr. Gut enthaltenen Verweise - die jeweils direkt per Link aufgerufen werden können!
Und ein weiterer Link zu Ernst Wiechert in Stäfa am Zürichsee www.wiecherthaus.ch
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Zum „Stäfner – Treffen“ schreibt Dr. Joachim Hensel, Bockhorn, Geschäftsführer der IEWG:
Liebe Wiechert-Freundinnen und liebe Wiechert-Freunde!
Zum 75. Todestag Ernst Wiecherts im August 2025 wird in Stäfa, dem Sterbeort des Dichters, von deutschen und Schweizer Wiechertfreunden eine Gedenkveranstaltung durchgeführt. Die Internationale Ernst-Wiechert-Gesellschaft ist den Schweizer Wiechert-Verehrern in der Lesegesellschaft Stäfa für alle Anregungen und Vorbereitungen sehr dankbar. Gemeinsam laden wir mit ihnen zusammen herzlich zu dem Begegnungs-Treffen an den Zürichsee ein.
Auch wenn immer wieder zu hören ist, dass sich heute für Ernst Wiechert niemand mehr interessiert, so ist doch unsere Erfahrung eine andere. Von verschiedenen Enden der Erde hören wir von ernsthaften Beschäftigungen mit Ernst Wiecherts Dichtung.
Ende Oktober 2024 besuchte der japanische Forstwirt und Germanist Dr. Mitsuaki Yamagata von der Sophia-Universität in Tokio im Rahmen einer Deutschlandreise Lüneburg und führte dort mit unserem Vorstandsmitglied Klaus Weigelt ein fünfstündiges Gespräch über Wiecherts Letztwerk „Missa sine nomine“. Dr. Yamagata hat als Forstwirt deutsche Fachliteratur ins Japanische übersetzt und ist so auch auf literarische Texte der deutschen Romantik gestoßen. Das hat ihn zu einer Dissertation über den Begriff der „Waldeinsamkeit“ bei Ludwig Tieck veranlasst und zu dem Vorhaben, die „Missa sine nomine“ ins Japanische zu übersetzen. Kontakte im Frühjahr 2025 ergaben, dass Dr. Yamagata seine Übersetzung abgeschlossen hat. Nun sind wir gespannt auf die japanische Ausgabe der „Missa“, auch wenn wir sie nicht lesen können. Aber sie bahnt unserem Dichter Ernst Wiechert den Weg in eine neue, ostasiatische Welt.
Im Mai 2025 hielt sich das Ehepaar Weigelt zwei Wochen auf dem Gutshof Almoyen von Barbara Trczeciak auf, um masurischen Urlaub zu erleben. An einem Abend fand ein aufschlussreiches Gespräch mit dem langjährigen Reiseleiter und Lehrer Czesław Ilwicki aus Lötzen statt, der an einer Übersetzung der „Magd des Jürgen Doskocil“ arbeitet. Das Gespräch drehte sich um Schwierigkeiten, wie sie bei der Übersetzung von literarischen Texten auftreten, Probleme, die auch Dr. Yamagata beschäftigen. So können wir auch bald mit einer weiteren polnischen Übersetzung rechnen, denn viele Werke Wiecherts auf Polnisch gibt es bereits. Die Polen lieben „ihren“ masurischen Dichter.
Wir freuen uns sehr, Ihnen von diesen Übersetzungen berichten zu können und gratulieren den Übersetzern mit Bewunderung für ihre Arbeit.
Danke für Ihre Treue zu Ernst Wiecherts Dichtung. Bleiben Sie an unserer Seite!
Bis dann, Ihr Joachim Hensel
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Sommerausgabe des Ernst Wiechert-Briefs
Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen wir den Ernst Wiechert-Brief Nummer 46, der neue Informationen zur IEWG, ebenso wie interessante Beiträge und "Fundstücke" zu Leben und Wirken des Dichters enthält!
Sie finden ihn am Ende der Rubrik "Veröffentlichungen".
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Mitglieder des Vorstands und des Wissenschaftlichen Beirats bereiten zur Zeit die
Herausgabe eines 8. Bandes der "Schriftenreihe der IEWG"
vor. Der Band soll zum 75. Todestags des Dichters im Sommer 2025 erscheinen. Er wird neue Beiträge enthalten zu Werken Ernst Wiecherts und deren literaturwissenschaftlicher Bedeutung. Ein Schwerpunkt wird das "Dichten im totalitären Regime" sein.
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Tagung in Göttingen mit Mitgliederversammlung
Von 8. bis 10. November 2024 fand in der Universitätsstadt Göttingen eine Arbeitstagung mit Mitgliederversammlung der
Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft (IEWG) e.V. statt.
Den Bericht zur Tagung finden Sie unter "Rückblicke".
Die Tagung mit Mitgliederversammlung im Jahr 2026 findet von 12. bis 14.Juni statt.
Der Tagungsort wird noch festgelegt!
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Informationen des IEWG-Stützpunktes Zwiefalten:
Der Literaturkreis im Gauberg23 - Haus für Literatur und Kunst widmete sich am 5.November 2024 Erich Kästners Roman Fabian - und am 26.November wurde der gleichnamige Film in der Filmbühne Gauberg 23 gezeigt. Regina Amstetten - die Verfilmung Ernst Wiecherts gleichnamiger Novelle aus dem Band Das heilige Jahr folgte am 10. Dezember, der Literaturkreis hat sich parallel der Lektüre zugewendet.
Am Sonntag, 16.Juni 2024 wird eine Exkursion zu Orten des Erinnerns stattfinden, mit Besuch des Museums der KZ-Gedenkstätte in Bisingen , nachmittags folgt im Gauberg23 eine Lesung mit Gedankenaustausch zum Thema Ernst Wiechert – Erinnerung an den Dichter der inneren Emigration und Buchenwaldhäftling – mit Lesung aus dem Buch über Wiecherts KZ-Haft Der Totenwald.
In Kooperation mit der IEWG bot der Literaturkreis Zwiefalten von 23. September bis 2. Oktober 2023 eine literaturgeschichtliche und landeskundliche Exkursion nach Schlesien an mit den Stationen Görlitz, Breslau, Oppeln, Schweidnitz, Trebnitz, Neiße, Glatz, Riesengebirge. Eine weitere literaturgeschichtliche und landeskundliche Exkursion über Böhmen und wieder nach Schlesien ist vom 24.September bis 4.Oktober 2025 vorgesehen. Hier ein LINK dazu.
Das Raumangebot in der Wiechert-Stube ist begrenzt, es wird daher um vorherige Anfrage gebeten, ob eine Teilnahme an einzelnen Literaturkreis-Treffen möglich ist. Zu richten ist diese per Mail an gauberg (at) geschichtsverein-zwiefalten.de .
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Wieder bieten wir an:
Bücher von Ernst Wiechert zu verschenken !
Eine Vielzahl von gebundenen Büchern von Ernst Wiechert - aus allen Schaffensperioden - haben wir aus verschiedenen Nachlässen und Antiquariats-Ankäufen übernommen. Wir verschenken sie gegen eine Spende für die Portokosten und für weitere Projekte unserer Gesellschaft. Bitte nennen Sie uns einen Titel und Ihre Anschrift. Wir werden versuchen, ihren Bücherwunsch zu erfüllen.
Anfragen dazu an die Geschäftsstelle
Internationale Ernst-Wiechert-Gesellschaft IEWG e.V.
Dr. Joachim Hensel, Weißenmoorstraße 20a, D 26345 Bockhorn
Tel. 0049 (0) 4453 71130, Fax 979943,
E-Mail:
geschaeftsfuerung (at) ernst-wiechert-online.de
Joachim-Hensel (AT) t-online.de
ernst-wiechert-international.de IBAN : DE52 5504 0022 0713 5080 00
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In Kürze finden Sie hier weitere Termine von Veranstaltungen der IEWG und ihrer "Stützpunkte" !
Ernst-Wiechert-Preisträgerin
Lidia Natjagan aus Kaliningrad ist
am 18.08.2023 verstorben.
Nach Sem Simkin (1937 – 2010) ist mit Lidia Natjagan (1944 – 2023) nunmehr die zweite bedeutende Wiechert-Persönlichkeit in der Russischen Föderation (Königsberger Gebiet) von uns gegangen.
Beide haben sich ungeheure Verdienste bei der Übertragung der Werke Wiecherts in die Russische Sprache erworben.
Die Stadtgemeinschaft Königsberg (Pr) hat ihnen dafür schon 2001 den Ernst-Wiechert-Preis verliehen.
Am 23. August 2023 wird Lidia Natjagan beigesetzt. Unsere Gedanken werden bei Lidias Tochter Olga, ihrer Familie und bei der Beerdigung von Lidia sein.
Ihre schöne, volle wohlklingende Stimme werden wir noch lange in uns hören. Ihr Angedenken werden wir ehrenvoll bewahren.
Klaus Weigelt